Muskelschmerzen entwickeln sich meist aufgrund von körperlichen Überanstrengungen oder Fehlstellungen des Skeletts. Seltener treten Muskelschmerzen als Symptom einer Grunderkrankung auf. Diese können systemische Krankheiten ebenso sein wie Infektionen, die durch Krankheitserreger verursacht werden.

Wie Sie diesen Artikel lesen:

Sie suchen nach fundierten Informationen zu Therapiemöglichkeiten, um bei Ihren Patienten chronische Myalgien zu behandeln?

– Lesen Sie in Kapitel 6, welche Therapieansätze sich zur Linderung der Schmerzen und Beschleunigung der Heilung erfolgreich bewähren.

Sie leiden unter Muskelschmerzen und möchten sich über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten informieren?

– Kapitel 2 bietet einen umfassenden Überblick über mögliche Auslöser von Myalgien.

– In den Kapiteln 5, 6 und 7 erfahren Sie, welche schulmedizinischen Behandlungsansätze, Therapiemassnahmen und Hausmittel zur Verfügung stehen, um bei Myalgien eine Schmerzlinderung und Heilung zu erzielen.

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Volkskrankheit Muskelschmerzen

2. Mögliche Ursachen und Auslöser von Muskelschmerzen

2.1. Muskelschmerzen als Folge von Fehlbelastungen

2.2. Orthopädische Ursachen für chronische Muskelschmerzen

2.3. Infektionen als Auslöser von Myalgien

2.4. Autoimmunerkrankungen, die mit Muskelschmerzen einhergehen

2.5. Nicht-entzündliche Ursachen von chronischen Myalgien

2.6. Andere mögliche Auslöser von Muskelschmerzen

3. Wie äussern sich Muskelschmerzen?

4. Möglichkeiten der Diagnose von chronischen Myalgien und deren Ursachen

5. Schulmedizinische Behandlung von Muskelschmerzen als Folge von Erkrankungen

6. Therapiemöglichkeiten bei chronischen Muskelschmerzen

6.1. Massagen zur sanften Schmerzlinderung

6.2. Reizstromtherapie für kräftige Muskeln und eine reduzierte Schmerzempfindung

6.3. Lokale Vibrationstherapie gegen Muskelschmerzen

7. Wichtige Massnahmen zur Linderung und Vorbeugung von Muskelschmerzen

8. Häufig gestellte Fragen

 

1. Volkskrankheit Muskelschmerzen

Nahezu jeder Mensch, der körperlich aktiv ist, macht im Laufe seines Lebens gelegentlich unangenehme Bekanntschaft mit dem sogenannten Muskelkater. Dieser gilt als häufigste Ausprägung von akuten Muskelschmerzen. Auch in ihren chronischen Verlaufsformen betreffen Muskelschmerzen, in der medizinischen Fachsprache als Myalgien bezeichnet, heute Millionen von Menschen in den westlichen Industrienationen. Chronische Myalgien gelten als weit verbreitete Volkskrankheit und zählen zu den häufigsten Gründen für Arbeitsausfälle. Dies ist vor allem auf die modernen Arbeits-, Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Die Diagnose einer chronischen Myalgie ist für Ärzte oft eine große Herausforderung, denn nicht immer können die genauen Ursachen einfach definiert werden. Daher sind häufig viele Untersuchungen notwendig, bevor eine Myalgie eindeutig diagnostiziert werden kann.

2. Mögliche Ursachen und Auslöser von Muskelschmerzen

Schmerzen jeder Form treten als Warnsignal des Organismus auf, und dies gilt auch für Muskelschmerzen. Im menschlichen Körper befinden sich weit über sechshundert verschiedene Muskeln, die bei Gewebeschäden, Verspannungen oder Überanstrengungen Schmerzimpulse an das Gehirn senden. Von einer Myalgie kann theoretisch jede Muskelpartie betroffen sein. In der Regel treten Myalgien auf, wenn Muskeln über das normale Mass gedehnt werden. Es ist jedoch auch möglich, dass Muskelschmerzen unspezifische Begleitsymptome verschiedenster Erkrankungen sind. Diese können systemischer Natur oder neurologisch bedingt sein. Auch verschiedene Infektionen oder chronische Nährstoffmängel verursachen chronische Myalgien.

2.1. Muskelschmerzen als Folge von Fehlbelastungen

In der Regel sind Schmerzen in der Muskulatur auf Verspannungen und Muskelkater zurückzuführen. Ein Muskelkater tritt durch Überbelastungen beim Sport auf, insbesondere, wenn vor dem Training Aufwärmübungen ausbleiben. Langfristige Fehlhaltungen oder erhebliche Bewegungsmängel hingegen sind für Muskelverspannungen verantwortlich. Diese Form der Myalgien gilt in erster Linie als typisches Leiden von Menschen, die berufsbedingt lange sitzen müssen und zu wenig darauf achten, regelmässige Bewegung in den Alltag zu integrieren. Auch eine lange Autofahrt in einer verkrampften Körperposition kann Verspannungen und damit einhergehende Muskelschmerzen auslösen. Kommt es zu so starken Verspannungen, dass der Blutfluss in den Muskelfasern eingeschränkt ist, kann dies auch zu schmerzhaften Muskelverhärtungen führen. Diese werden von Medizinern als Mygelosen bezeichnet und führen zu Entzündungsreaktionen und punktuellen Verdickungen im Muskelgewebe. Erfahren Sie in unserem Artikel über Muskelverhärtung, wie solche Entzündungsprozesse in den Muskelfasern entstehen und welche Therapieformen zu deren Behandlung erfolgreich zum Einsatz kommen.

2.2. Orthopädische Ursachen für chronische Muskelschmerzen

Während durch Fehlhaltungen bedingte Verspannungen in der Regel vergänglich sind, verursachen Fehlstellungen des Skeletts chronische Myalgien. Hüft- und Kniefehlstellungen, ein Schiefhals, eine craniomandibuläre Dysfunktion oder Verkrümmungen der Wirbelsäule haben langfristige Überbelastungen von Muskelfasern zur Folge, die sich häufig auf andere Bereiche des Körpers übertragen. Dementsprechend können Muskelschmerzen, die auf Fehlstellungen von Knochen und Gelenken zurückzuführen sind, die Muskulatur des gesamten Organismus belasten und sich nur dann erfolgreich therapieren lassen, wenn deren genaue Ursachen durch eine gezielte orthopädische Behandlung behoben werden. Auch Bandscheibenvorfälle und andere Verletzungen von Knochen und Gelenken können in der umgebenden Muskulatur zu mitunter heftigen Schmerzen führen.

2.3. Infektionen als als Auslöser von Myalgien

Als ebenfalls weit verbreitete Ursachen von Muskelschmerzen kommen Erkrankungen der Muskulatur in Betracht. Diese können entzündlich oder nicht-entzündlich sein. Häufige Auslöser entzündlicher Muskelerkrankungen sind virale und bakterielle Krankheitserreger. Unter den Bakterien spielen vor allem Borrelien, die die über Zeckenbisse übertragebare Borreliose verursachen, sowie Staphylokokken eine wichtige Rolle. Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus oder Cocksackie-B5-Virus können verschiedene Organsystemen befallen und auch zu Entzündungsprozessen in der Muskulatur führen. Ebenso bedingt die sogenannte Trichinellose, eine durch Fadenwürmer verursachte Erkrankung, in späteren Stadien unter anderem Muskelschmerzen.

2.4. Autoimmunerkrankungen, die mit Muskelschmerzen einhergehen

Als bedeutende Ursachengruppe gelten verschiedene Autoimmunerkrankungen, die mit Entzündungsprozessen im Gewebe des Bewegungsapparats einhergehen. Die Entzündungen werden durch eine übersteigerte oder fehlerhafte Aktivität des Immunsystems verursacht. Abwehrzellen richten sich aus noch nicht ausreichend geklärten Gründen gegen körpereigenes Gewebe. Unter den Autoimmunkrankheiten, die zu entzündungsbedingten Schäden und damit verbundenen Schmerzen der Muskulatur führen, sind vor allem die Multiple Sklerose sowie sämtliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises bedeutsam. Bei ausbleibender Behandlung verursachen diese eine progrediente Zerstörung von Muskelgewebe.

2.5. Nicht-entzündliche Ursachen von chronischen Myalgien

Neuromuskuläre Erkrankungen entwickeln sich unter Mitbeteiligung von Gehirn, Rückenmark, Nerven- und Muskelzellen und verursachen in erster Linie Muskelschmerzen, die je nach Lokalisation eine lokal begrenzte oder diffuse Ausprägung annehmen. Zu den häufigsten neuromuskulären Beschwerden zählen verschiedene Arten von Muskeldystrophien, Myotonien sowie erblich bedingten Muskelerkrankungen, denen Stoffwechselstörungen im Zellgewebe zugrunde liegen. Auch durch hormonelle Einflüsse können nicht-entzündliche Muskelstörungen entstehen, die mit Schmerzen einhergehen. Die schubweise verlaufende Fibromyalgie, die zu generalisierten Schmerzen der gesamten Muskulatur und begleitender Müdigkeit und Erschöpfung führt, gilt als eine der häufigsten nicht-entzündlichen neuromuskulären Erkrankungen. Lesen Sie in unserem Artikel über Fibromyalgie alles Wissenswerte zu diesem chronisch verlaufenden Leiden.

2.6. Andere mögliche Auslöser von Muskelschmerzen

Gelegentlich werden Muskelschmerzen durch Erkrankungen ausgelöst, die nicht von der Muskulatur ausgehen. In solchen Fällen sind die Muskelschmerzen Begleitsymptome von systemischen Erkrankungen, die andere Organsysteme betreffen. Zu diesen zählen Morbus Parkinson, Kinderlähmung, verschiedene Krebsarten und Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Schilddrüsenfehlfunktionen. Ein chronischer Mangel an bestimmten Nährstoffen kann dazu führen, dass der natürliche Stoffwechsel der Muskelzellen beeinträchtigt ist. Vor allem Menschen mit erheblichem Magnesiummangel leiden häufig unter Muskelschmerzen und Muskelkrämpfen – vor allem im Bereich der Waden. Ebenso ist es möglich, dass ein schwerer Mangel an Vitamin D zu Kraftlosigkeit und Schmerzzuständen in der Muskulatur verschiedener Körperbereiche führt. Da auch einige Arzneistoffe in die Stoffwechselprozesse der Zellen eingreifen und diese negativ beeinflussen, kommt es vor, dass sich unerklärliche Myalgien als Folge einer längerfristigen Medikamenteneinnahme ergeben. Insbesondere Antibiotika und Statine verursachen als Nebenwirkungen bei vielen Patienten diffuse Muskelschmerzen.

3. Wie äussern sich Muskelschmerzen?

Je nach Auslöser oder Grunderkrankung empfinden die Betroffenen den Schmerz als lokal begrenzt oder als diffus, das heisst am gesamten Körper. Die Schmerzen können stechend bis brennend ebenso sein wie elektrisierend. Durch falsche oder einseitige Sitzhaltungen sowie durch Belastungen im Alltag hervorgerufene Myalgien machen sich meist im Bereich des Nackens, der Schultern und des Rückens bemerkbar. Ein Muskelkater tritt in jenem Körperteil auf, der im Rahmen von übertriebener sportlicher Betätigung überbelastet oder vor dem Training nicht ausreichend gedehnt und aufgewärmt wurde. Manche Menschen leiden lediglich unter unangenehmen Beschwerden bei bestimmten Bewegungen und Belastungen der betroffenen Körperregion, andere Muskelschmerzen bleiben auch in Ruheposition bestehen. Krankheitsbedingte chronische Myalgien, sowohl in lokal begrenzter als auch diffuser Ausprägung, werden häufig auch von anderen Symptomen begleitetet, die das Beschwerdebild zusätzlich verstärken. Dazu zählen Muskelkrämpfe, Einschränkungen der Motorik, Missempfindungen, Lähmungen und Entzündungsgefühle.

4. Möglichkeiten der Diagnose von chronischen Myalgien und deren Ursachen

Wenn akute, lokal begrenzte Muskelschmerzen nach sportlicher Betätigung, einer Belastungssituation im Alltag oder aufgrund von berufsbedingten Fehlhaltungen auftreten, ist die Diagnose für Patient und Arzt auch ohne Untersuchungen eindeutig. Langandauernde, diffuse oder ungewöhnlich heftige Myalgien hingegen machen eine umfassende körperliche Untersuchung notwendig, um die genauen Ursache bestimmen zu können und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Besteht der Verdacht auf eine ernsthafte Grunderkrankung, kommen nach der ärztlichen Untersuchung weiterführende Diagnoseverfahren zur Anwendung. Eine Blutanalyse gibt Aufschluss über mögliche Krankheitserreger, immunologische Probleme, Schilddrüsen- und Blutzuckerwerte sowie die Nährstoffversorgung des Körpers. Kommen krankheits- oder verletzungsbedingte Schädigungen der Muskulatur in Betracht, wird der Arzt eine Muskelbiopsie, eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie anordnen.

5. Schulmedizinische Behandlung von Muskelschmerzen als Folge von Erkrankungen

Die Behandlung von Myalgien richtet sich immer nach den jeweiligen Ursachen. Liegt eine Grunderkrankung vor, muss diese gezielt behandelt werden. Bei erfolgreicher Therapie klingen auch die Schmerzen der Muskulatur allmählich ab. Sind diese so heftig, dass sie die Lebensqualität erheblich negativ beeinträchtigen oder berufliche sowie alltägliche Tätigkeiten unmöglich machen, kann der Arzt ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Muskelrelaxantien verschreiben. Solche Präparate entfalten eine schmerzstillende Wirkung, die auf einer Reduktion des Muskeltonus im Zentralnervensystem beruht. Auch nichtsteroidale Antirheumatika können nach Absprache mit dem Arzt vorübergehend eingenommen werden, um die Schmerzen zu reduzieren.

Ist eine Autoimmunkrankheit Ursache für eine Myalgie, wird diese durch die Gabe von Arzneistoffen behandelt, die die Aktivität des Immunsystems dämpfen und Entzündungsprozesse hemmen. Bei Infektionen kommen je nach Art der Krankheitserreger Virostatika, Antibiotika oder Präparate gegen Fadenwürmer zum Einsatz. Eine orthopädische Behandlung ist angezeigt, wenn die Myalgie durch Fehlstellungen des Skeletts hervorgerufen wurde. Sind die chronischen Muskelschmerzen auf eine craniomandibuläre Dysfunktion zurückzuführen, ist in erster Linie eine zahnärztliche Behandlung notwendig, die bei Bedarf durch orthopädische Massnahmen ergänzt wird. Bandscheibenvorfälle, Muskelfaserrisse und andere Verletzungen des Bewegungsapparats machen in manchen Fällen einen chirurgischen Eingriff notwendig. Ein chronischer Nährstoffmangel kann durch gezielte Ernährungsumstellungen unter ärztlicher Anleitung sowie bei Bedarf durch die zusätzliche Einnahme eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels behoben werden.

6. Therapiemöglichkeiten bei chronischen Muskelschmerzen

Wenn als Ursache von Myalgien chronische Erkrankungen diagnostiziert werden oder muskuläre Dysbalancen oder Haltungsschäden vorliegen, kommt einer über einen längeren Zeitraum andauernden Physiotherapie neben der schulmedizinischen Behandlung eine zentrale Rolle zu. Durch die chronischen Schmerzen nehmen viele Patienten Schonhaltungen ein, die allmählich zu Muskelverkürzungen führen. Auch Muskelschwund ist eine häufige Folge von chronischen Erkrankungen der Muskulatur. Um die beeinträchtigten Körperbereiche gezielt zu stärken und wieder zu mobilisieren, sind regelmäßige Therapieeinheiten mit krankengymnastischen Übungen oder Muskeltraining von grösster Bedeutung. Viele Physiotherapeuten machen sich heute zusätzlich zur konservativen Krankengymnastik verschiedene alternative Therapieansätze zunutze, um die Regeneration des geschädigten Muskelgewebes zu beschleunigen und dadurch eine schnellere Heilung zu bewirken.

6.1. Massagen zur sanften Schmerzlinderung

Massagen gegen chronische Myalgien, vor allem gegen Schmerzen im Nacken,- Schulter- und Rückenbereich sowie der Gliedmassen, werden von Betroffenen nicht nur als sehr wohltuend und entspannend empfunden. Wissenschaftler der kanadischen McMaster University haben im Rahmen von Untersuchungen auch bewiesen, dass regelmäßige Massagen im Zellgewebe der Muskulatur bestimmte Gene aktivieren, die eine Senkung von Entzündungsbotenstoffen bewirken. Gleichzeitig werden nach jeder Massage vermehrt Zellbausteine gebildet, die im geschädigten Gewebe die Regeneration anregen. Dies bedeutet, dass Massagen bei chronischen Myalgien sowohl die Schmerzempfindung positiv beeinflussen als auch die Entzündungen nachhaltig reduzieren.

6.2. Reizstromtherapie für kräftige Muskeln und eine verminderte Schmerzempfindung

Auch physikalische Therapieansätze üben einen direkten positiven Einfluss auf den Stoffwechsel und die Regenerationsprozesse der Muskelzellen aus. Viele Ärzte und Physiotherapeuten setzen zur Behandlung von chronischen Myalgien die Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation, kurz TENS, ein. Dafür werden Elektroden, die einen schwachen Wechselstrom produzieren, nahe der schmerzenden Bereiche platziert. Die sanften Vibrationen, die durch hohe Frequenzen entstehen und direkt auf die geschädigten Muskeln einwirken, reduzieren durch Gegenirritation die Schmerzempfindung. Bei chronischen Beschwerden kann die Reizstromtherapie zudem eine nachhaltige Kräftigung der betroffenen Muskulatur bewirken, wenn sie über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen täglich zur Anwendung kommt.

6.3. Lokale Vibrationstherapie gegen Muskelschmerzen

Um die Schmerzen zu reduzieren und die Muskulatur gezielt zu stimulieren, hat sich auch die Therapie mit Schallwellengeräten erfolgreich bewährt. Diese übertragen Vibrationen mehrere Zentimeter tief in das schmerzende Muskelgewebe und erhöhen die Durchblutung. Mit dem verbesserten Blutfluss werden die Zellen vermehrt mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, die sie benötigen, um die kleinen Verletzungen in den Muskeln zu reparieren. Die lokale Vibrationstherapie hat zudem eine ähnliche Wirkung wie die Reizstromtherapie, da der Wärmereiz eine Gegenirritation erzeugt und die Schmerzempfindungen herabsetzt. Im Gegensatz zur Reizstromtherapie eignet sich die lokale Vibrationstherapie mit NOVAFON Schallwellengeräten  aufgrund der einfachen Bedienung und der kompakten Grösse auch für den Privatgebrauch. Dies bedeutet, dass die Patienten zusätzlich zu den physiotherapeutischen Behandlungen selbst dazu beitragen können, die Heilungsprozesse zu beschleunigen und die Muskeln gezielt zu stimulieren. Für Menschen, die aufgrund von beruflichen Tätigkeiten oder sportlichem Intensivtraining einem erhöhten Risiko für Verspannungen, Muskelkater oder Muskelverhärtungen ausgesetzt sind, bietet sich die regelmässige Anwendung von NOVAFON Schallwellengeräten als sanfte und ganzheitliche Massnahme zur Vorbeugung von Schmerzen an.

7. Wichtige Massnahmen und Hausmittel zur Linderung und Vorbeugung von Muskelschmerzen

Ein Muskelkater sowie schmerzhafte Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich klingen in der Regel nach einigen Tagen von selbst ab. Dies setzt allerdings eine vollständige Regeneration des gereizten, überdehnten oder verhärteten Muskelgewebes voraus. Daher sollten Betroffene darauf achten, die schmerzenden Körperteile in der akuten Schmerzphase nicht zusätzlich stark zu belasten und konsequent zu schonen. Für Athleten gilt es, sportliches Training auszusetzen oder zu reduzieren, bis die Muskelkater-Schmerzen deutlich zurückgegangen sind. Die zu frühe Belastung eines verletzten Muskels kann erneute Gewebeschädigungen und damit verbundene Vernarbungen und irreversible Verknöcherungen nach sich ziehen. Daher ist die vollständige Heilung Grundvoraussetzung für die unbedenkliche Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität. Ein stützender Verband kann die betroffenen Muskeln zusätzlich vor starker Beanspruchung im Rahmen alltäglicher Tätigkeiten schützen.

Zur sanften Behandlung einer akuten, aber harmlosen Myalgie haben sich einige Hausmittel erfolgreich bewährt. Schmerzstillende und abschwellende Salben mit Kampfer oder Johanniskrautextrakt sowie kalte Umschläge mit Beinwell oder Echinacea-Tinktur empfinden viele Betroffene als äusserst wohltuend. Auch Franzbranntwein lindert die Beschwerden, da er die Durchblutung anregt, eine kühlende Wirkung entfaltet und Verspannungen löst. Bei länger anhaltenden oder chronischen Schmerzen der Muskulatur sind Wärmebehandlungen besonders effektiv. Warme Vollbäder mit ätherischem Melissen-, Rosmarin- oder Lavendelöl sind ebenso zu empfehlen wie regelmässige Saunagänge, Moorschlamm- oder Fangopackungen, feuchtwarme Kompressen und Wärmepflaster.

Um die Regenerationsprozesse in den Muskelzellen zu unterstützen, sollte grundsätzlich auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, die den Körper mit ausreichenden Mengen an Mineralstoffen versorgt. Vor allem magnesiumreiche Nahrungsmittel wie Nüsse und Kerne, Vollkornprodukte, Haferflocken und grüne Gemüsesorten sollten auf dem täglichen Speiseplan stehen. Zusätzlich sollten Sitz- und Arbeitsmöbel, Matratze, Lattenrost und Kissen eine ergonomische Körperposition unterstützen, um Fehlhaltungen und Verspannungen nachhaltig zu verhindern. Sowohl bei erhöhter Anfälligkeit auf akute Myalgien als auch bei chronischen Beschwerden kommt dem gezielten Stressabbau eine zentrale Rolle zu. Sanfte Sportarten wie Yoga und Thai-Chi sowie autogenes Training, progressive Muskelrelaxion und Meditation helfen, stressbedingte Verspannungen zu lösen und unterstützen die Genesung bei chronischen Grunderkrankungen jeder Art. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D beeinflusst den Heilungserfolg massgeblich, da dieser Nährstoff das Immunsystem stärkt. Durch regelmässige Spaziergänge oder sanfte sportliche Betätigung an der frischen Luft kann der Körper UV-Licht optimal verwerten und zu Vitamin D umwandeln. Viel Bewegung im Alltag trägt zudem massgeblich dazu bei, den natürlichen Stoffwechsel der Muskulatur aufrecht zu erhalten und den Muskeltonus zu harmonisieren.

8. Häufig gestellte Fragen

Wie entstehen Muskelschmerzen?

Myalgien entwickeln sich als Folge von Verletzungen von Muskelfasern. Diese können durch falsche Körperhaltungen, Fehlstellungen oder Verletzungen des Bewegungsapparats und Training ohne ausreichendes Aufwärmen und Dehnen ebenso entstehen wie als Begleitsymptom verschiedenster Erkrankungen.

Welche Ursachen kommen für chronische Myalgien in Betracht?

Starke, unerklärliche und lang andauernde Schmerzen in der Muskulatur können auf Infektionen, Entzündungen, systemische Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen hindeuten.

Wie fühlen sich Muskelschmerzen an?

Die Schmerzen können stechend, brennend oder elektrisierend sein. Bei chronischen Beschwerden treten als Begleitsymptome häufig Missempfindungen, Muskelkrämpfe und motorische Probleme auf.

Bedarf akuter Muskelschmerz einer Behandlung?

Die mit einem Muskelkater und Verspannungen verbundenen Schmerzen lassen in den meisten Fällen nach einigen Tagen von selbst nach. Wichtig ist die konsequente Schonung der betroffenen Muskelpartie.

Wie werden chronische Myalgien behandelt?

Die Behandlung richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache. Grunderkrankungen müssen je nach Art medikamentös, orthopädisch oder zahnärztlich behandelt werden.

Welche Therapiemöglichkeiten zeigen bei chronischen Myalgien Erfolg?

Krankengymnastik und Muskeltraining über einen längeren Zeitraum stärken die betroffenen Muskelpartien. Um eine Schmerzreduktion und eine Heilung zu fördern zu bewirken, gelten die Reizstromtherapie, die lokale Vibrationstherapie, Massagen und die Akupunktur als besonders effektiv.

Welche Hausmittel helfen bei Myalgien?

Kühlende Salben und kalte Umschläge mit Pflanzenextrakten sowie Franzbranntwein eignen sich zur Linderung von Muskelkater-Schmerzen. Chronische Myalgien jeder Art können mit Wärmebehandlungen gelindert werden. Eine magnesiumreiche Ernährung, Massnahmen zum gezielten Stressabbau, sanfte Sportarten und Bewegung an der frischen Luft kräftigen die Muskeln und bewirken eine nachhaltige Verbesserung des Muskeltonus.

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Die Frozen Shoulder, in der Fachsprache als adhäsive Kapsulitis bezeichnet, beschreibt eine mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehende Schultergelenkkapselentzündung. Sie kann als eigenständiges Krankheitsbild ebenso auftreten wie als Folge von Verletzungen und Erkrankungen der Schulter.

Wie Sie diesen Artikel lesen:

Sie möchten sich über die konservativen und alternativen Therapiemöglichkeiten informieren, um bei Ihren Patienten die Beschwerden einer Frozen Shoulder nachhaltig zu lindern?

– Lesen Sie in Kapitel 6 alles Wissenswerte zu den schulmedizinischen und bewährten alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

– In Kapitel 7 finden Sie wichtige Informationen über weitere wichtige Maßnahmen, um mit Ihren Patienten Verhaltensregeln für den häuslichen Alltag zu erörtern.

Sie leiden unter einer Schultersteife und möchten sich darüber informieren, wie die Erkrankung entsteht, welchen Verlauf sie nimmt und wie sie sich behandeln lässt?

– In Kapitel 3 lesen Sie, wie es zur Entstehung einer Schultersteife kommt.

– Kapitel 4 erläutert, welche Beschwerden für die verschiedenen Krankheitsstadien typisch sind.

– In den Kapiteln 6 und 7 erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen und was Sie selbst tun können, um eine schnelle und langfristige Heilung zu unterstützen.

 

Inhaltsverzeichnis: 

1. Häufigkeit und Verbreitung der Frozen Shoulder

2. Formen der Frozen Shoulder

3. Mögliche Ursachen einer adhäsiven Kapsulitis

4. Symptome und Verlauf der Frozen Shoulder

4.1. Die drei Stadien einer Frozen Shoulder und deren spezifische Symptome

4.1.1. Stadium I – das schmerzhafte “Einfrieren”

4.1.2. Stadium II – die “Einsteifung” mit zunehmender Bewegungsunfähigkeit

4.1.3. Stadium III – das Auftauen und Abklingen der Beschwerden

5. Möglichkeiten der Diagnose einer Schultersteife

6. Behandlung und Therapie einer Frozen Shoulder

6.1. Medikamentöse Behandlung einer Schultersteife

6.3. Operative Behandlungsmöglichkeit bei Frozen Shoulder

6.4. Zellbiologische Regulationstherapie zur nachhaltigen Heilung einer Frozen Shoulder

6.5. Eine Schultersteife durch lokale Vibrationstherapie sanft heilen

7. Was können Betroffene selbst tun?

7.1. Effektive Übungen gegen Frozen Shoulder

7.2. Schultersteife mit der richtigen Ernährung entgegenwirken

8. Häufig gestellte Fragen

 

1. Häufigkeit und Verbreitung der Frozen Shoulder

Das Frozen-Shoulder-Syndrom, im deutschen Sprachraum auch unter dem Begriff der Schultersteife bekannt, ist eine relativ häufige degenerative Erkrankung. Sie betrifft vor allem Menschen ab einem Alter von vierzig Jahren, wobei deutlich mehr Frauen an einer Frozen Shoulder erkranken als Männer. Schätzungen zufolge leiden in den westlichen Industrienationen zwischen zwei und fünf Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an den Symptomen einer Schultersteife. Besonders weit verbreitet ist die Frozen Shoulder unter Diabetes-Patienten. Zwischen zehn und zwanzig Prozent aller Diabetiker entwickeln aufgrund von Stoffwechselstörungen eine Schultergelenkkapselentzündung.

2. Formen der Frozen Shoulder

Abhängig von den Ursachen der Erkrankung unterscheiden Mediziner zwischen zwei Ausprägungen der adhäsiven Kapsulitis. Die primäre oder idiopathische Form bezeichnet eine eigenständige Krankheit, über deren genaue Ursachen sich die Wissenschaftler bis heute nicht einig sind. Sie tritt deutlich häufiger auf als die sekundäre Ausprägung der Schultersteife. Die sekundäre Schulterkapselentzündung entwickelt sich immer als Folge einer Erkrankung der Schulter, die mit Gewebeveränderungen im Bereich der Knorpel oder Sehnen im Schultergelenk einhergeht.

3. Mögliche Ursachen einer adhäsiven Kapsulitis

Wissenschaftler vermuten, dass bei der primären Form der Schultersteife verschiedene auslösende Faktoren eine Rolle spielen. Die genauen Ursachen einer primären Frozen Shoulder sind jedoch nicht ausreichend erforscht. Der Erkrankung liegen unspezifische entzündliche Prozesse im Bereich von Gelenkkapsel und Gelenkschleimhaut der Schulter zugrunde. Für die Beweglichkeit der Schulter ist das Humeroscapulargelenk, die Verbindung zwischen Oberarmknochen und Schulterblatt, hauptverantwortlich. Es wird durch die Gelenkkapsel sowie die umgebende Muskulatur geführt. Daher können bereits minimale Gewebeveränderungen an der Gelenkkapsel und in den dort befindlichen Muskeln und Faszien äußerst negative Auswirkungen auf die Beweglichkeit des gesamten Schulterbereichs haben.

Die Entzündung, die eine Frozen Shoulder primärer Ausprägung verursacht, entsteht aufgrund einer gestörten oder eingeschränkten Nährstoffversorgung der Zellen in der Muskulatur und im Bindegewebe, die die Gelenkkapsel umgeben. Die entzündlichen Prozesse entwickeln sich einerseits aufgrund des gestörten Nährstofftransports, andererseits durch einen verminderten Abtransport von Stoffwechselnebenprodukten. Dies hat zur Folge, dass die Zellen aufgrund des langfristigen Nährstoff- und Sauerstoffmangels Zucker zu Milchsäure vergären. Die Milchsäure entfaltet im Gewebe eine toxische Wirkung, die zu einer chronischen, mit Schmerzen einhergehenden Übersäuerung und Entzündung führt. Der Frozen Shoulder liegen also eine über einen längeren Zeitraum bestehende lokale Fehlregulation des Zellstoffwechsels und damit verbundene Umbauprozesse im Gewebe der Gelenkkapsel zugrunde.

Da die Frozen Shoulder vor allem unter Frauen nach der Menopause weit verbreitet ist, gelten Veränderungen im Hormonhaushalt als wahrscheinlicher Auslöser dieser Gewebeveränderungen. Auch hormonelle Störungen, die im Rahmen einer Schilddrüsenerkrankung auftreten, kommen als Ursachen der primären Form der Schultersteife in Betracht. Durch den hohen Anteil der Betroffen unter Diabetikern werden auch Stoffwechselstörungen als mögliche Ursachen der Erkrankung diskutiert. Mediziner gehen davon, dass genetische Einflüsse eine ebenso bedeutende Rolle in der Entstehung der entzündlichen Gewebeveränderungen spielen.

Seltener entwickelt sich eine Frozen Shoulder in sekundärer Ausprägung als Folge von Erkrankungen oder Verletzungen im Schulterbereich. Zu den häufigsten Grunderkrankungen zählt die sogenannte Kalkschulter. Diese entsteht durch Kalkablagerungen, die sich in den Sehnen im Bereich des Schultergürtels ansammeln. Auch ein krankhafter Knorpelverschleiß, wie er für das Krankheitsbild der Omarthrose typisch ist, kann eine Frozen Shoulder begünstigen. Ebenso tritt die sekundäre Form der Erkrankung als Folge von Verletzungen der Schulter auf, die durch Unfälle verursacht werden. Vor allem nach Frakturen der Schulterpfanne oder des Oberarmkopfes kann sich eine sekundäre Schultersteife entwickeln, da diese Knochen den Aufbau und die Funktion der Gelenke im Schulterbereich wesentlich beeinflussen. Es ist zudem möglich, dass eine Frozen Shoulder der sekundären Ausprägung als Folge von Komplikationen nach einem operativen Eingriff oder von Infektionen auftritt. Auch nach einem langen Zeitraum, in dem die Schulter aus gesundheitlichen Gründen ruhiggestellt werden musste, kann sich eine sekundäre adhäsive Kapsulitis entwickeln.

4. Symptome und Verlauf der Frozen Shoulder

Der Krankheitsbeginn einer Frozen Shoulder ist von Verklebungen des Kapselgewebes gekennzeichnet, das das Schultergelenk umgibt. Die Verklebungen in den Muskeln und Faszien führen allmählich zu einer Vernarbung des betroffenen Gewebes. Dies hat zur Folge, dass die Gelenkhülle zunehmend verschrumpft, was sich in den für die Erkrankung typischen Bewegungseinschränkungen manifestiert. Charakteristisch für eine Frozen Shoulder ist die Tatsache, dass sich die Erkrankung über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu zwei Jahren entwickelt und selbstlimitierend ist. Die lange Krankheitsphase ist jedoch mit starken Schmerzen und Steifigkeit verbunden, die die Lebensqualität der Patienten erheblich negativ beeinflussen.

4.1. Die drei Stadien einer Frozen Shoulder und deren spezifische Symptome

Eine adhäsive Kapsulitis entwickelt sich nicht über Nacht, sondern ist von einem langsamen und in der Regel schleichenden Verlauf gekennzeichnet. Dieser wird in drei Stadien unterteilt, welche von jeweils unterschiedlichen Symptomen geprägt sind. Durchschnittlich beträgt die Gesamtdauer aller drei Phasen etwa dreißig Monate. Auffallend ist, dass bei rund einem Viertel der Patienten beide Schultern kurz nacheinander von den entzündlichen Prozessen befallen werden.

4.1.1. STADIUM I – DAS SCHMERZHAFTE “EINFRIEREN”

Das erste Stadium wird in der medizinischen Fachsprache als “Freezing Phase” bezeichnet und macht sich durch das Auftreten von Schmerzen in der betroffenen Schulter bemerkbar. Dies treten als Ruheschmerzen auf, typischerweise vor allem während der Nachtruhe. Die Intensität der Schmerzen nimmt innerhalb von wenigen Monaten kontinuierlich zu. Im weiteren Verlauf dieses Krankheitsstadiums leiden die Patienten zunehmend auch an mitunter heftigen Schmerzen, wenn sie die betroffene Schulter bewegen oder belasten. Es ist möglich, dass es bereits in der Einfrierungsphase zu ersten Bewegungseinschränkungen kommt, wobei diese im ersten Stadium nicht im Vordergrund stehen.

4.1.2. STADIUM II – DIE “EINSTEIFUNG” MIT ZUNEHMENDER BEWEGUNGSUNFÄHIGKEIT

Im zweiten Stadium, das von Medizinern “Plateau Phase” genannt wird, lassen die Schmerzen allmählich nach. Der Rückgang der Schmerzen ist mit dem Abklingen der akuten Entzündung der Gelenkkapsel verbunden. Dafür macht sich in dieser Krankheitsphase eine kontinuierlich zunehmende Einschränkung der Bewegungsfähigkeit der betroffenen Schulter bemerkbar. Diese sogenannte Einsteifung führt dazu, dass sich das Ellenbogengelenk kaum mehr auf Schulterhöhe anheben lässt. Gleichzeitig stellen die Patienten fest, dass sich die Hand, wenn der Ellenbogen am Körper anliegt und der Unterarm gleichzeitig waagrecht ausgestreckt wird, nicht mehr nach außen führen lässt. Auch das Kreisen des Armes wird zunehmend unmöglich. Die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit bedingt häufig einen Abbau von Muskelgewebe oder eine Verkürzung von Muskelfasern in der Schulter. Die Einsteifungsphase der Frozen Shoulder erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Monaten bis zu einem Jahr. Viele Betroffene sind durch die Schultersteifheit so weit beeinträchtigt, dass sie alltägliche Tätigkeiten nicht mehr ausführen können oder sogar vorübergehend berufsunfähig sind.

4.1.3. STADIUM III – DAS AUFTAUEN UND ABKLINGEN DER BESCHWERDEN

Das dritte und letzte Stadium der Frozen Shoulder wird auch als “Thawing Phase” bezeichnet und ist von einem allmählichen “Auftauen” der Schulter gekennzeichnet. In dieser Phase bemerken die Patienten, dass sie die Beweglichkeit der betroffenen Schulter allmählich zurückerlangen. Obwohl sich die Steifigkeit löst, kann es noch Jahre dauern, bis die Beweglichkeit der Schulter gänzlich wiederhergestellt ist. Obwohl die Erkrankung in der Thawing Phase von selbst ausheilt, kommt einer begleitenden Physiotherapie in diesem Stadium eine wichtige Rolle zu. Nur eine Therapie wirkt einer dauerhaften Muskelschwächung und Vernarbung des geschädigten Gewebes entgegen. Viele Patienten klagen auch nach dem Ende der dritten Phase über Beschwerden, die bei ausbleibender Behandlung häufig ein über mehrere Jahre anhaltendes Schulter-Arm-Syndrom bedingen.

5. Möglichkeiten der Diagnose einer Schultersteife

Da eine Frozen Shoulder mit Ruheschmerzen sowie den für das zweite Stadium typischen Bewegungseinschränkungen einhergeht, lässt sich die Erkrankung in den meisten Fällen durch eine Anamnese und anschließende Untersuchung zweifelsfrei diagnostizieren. Allerdings kann es notwendig sein, weiterführende Diagnoseverfahren anzuwenden, um die genauen Ursachen der Erkrankung definieren zu können. Dies ist besonders von Bedeutung, wenn der Arzt eine mitunter ernsthafte Grunderkrankung vermutet. Bildgebende Diagnoseverfahren wie eine Sonographie oder Röntgenuntersuchung geben Aufschluss über die Ausprägung der entzündlichen Prozesse im betroffenen Gewebe. Gleichzeitig kann dadurch bestimmt werden, ob es sich tatsächlich um eine Frozen Shoulder oder andere Schultererkrankung handelt, die ähnliche Symptome hervorruft – wie etwa eine Kalkschulter, Omarthrose oder Schleimbeutelentzündung. Bei Bedarf kann zusätzlich eine Magnetresonanztomographie oder Computertomographie durchgeführt werden. Besteht der Verdacht auf einen Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenfehlfunktion, wird der behandelnde Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, um die Blutzuckerwerte sowie den Hormonstatus zu bestimmen.

6. Behandlung und Therapie einer Frozen Shoulder

Die konservative Behandlung einer Frozen Shoulder stützt sich auf mehrere Säulen und umfasst abhängig von Stadium und Ausprägung der Erkrankung schulmedizinische Ansätze ebenso wie physiotherapeutische Maßnahmen. Die schulmedizinische Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, die Schmerzen zu reduzieren und den Krankheitsverlauf zu verkürzen. Nur selten wird ein operativer Eingriff notwendig. Heute stehen in der Physiotherapie verschiedene moderne und sanfte Verfahren zur Verfügung, die dank ihrer ursächlichen und ganzheitlichen Wirkungsweise in vielen Fällen eine schnelle und nachhaltige Heilung erzielen.

6.1. Medikamentöse Behandlung einer Schultersteife

Im ersten Stadium der Frozen Shoulder kommt Arzneistoffen, die eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung entfalten, aus schulmedizinischer Sicht eine zentrale Rolle zu. Als Medikamente erster Wahl gelten Wirkstoffe aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika oder NSAR, vor allem Acetylsalicylsäure, Iboprufen und Diclofenac. Sie stehen in Form von Tabletten zur oralen Einnahme ebenso zur Verfügung wie als Salben, die direkt auf die schmerzende Körperregion aufgetragen werden. In vielen Fällen wird der behandelnde Orthopäde zusätzlich den Einsatz von Kortison vorschlagen, das direkt in die entzündete Gelenkschleimhaut injiziert wird. Mit einer medikamentösen Behandlung lässt sich eine schnelle Schmerzlinderung erzielen. Die Wirkung der Kortison-Injektionen hält in der Regel etwa sechs Wochen an. Danach muss die Behandlung wiederholt werden, wobei der Einsatz von Kortison über einen längeren Zeitraum mit Nebenwirkungen verbunden sein kann.

6.2. Konservative Therapie einer Schultersteife

In der zweiten und dritten Phase der Frozen Shoulder ist eine physiotherapeutische Behandlung unumgänglich, um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen und das Risiko für dauerhafte Einschränkungen oder einseitige Bewegungsmuster zu minimieren. Krankengymnastik und sanftes Bewegungstraining sind ab der zweiten Krankheitsphase die wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine gezielte Mobilisierung der betroffenen Muskulatur, die das Schultergelenk umgibt. Unterstützend hat sich die manuelle Therapie zur nachhaltigen Schmerzlinderung in vielen Fällen erfolgreich bewährt.

6.3. Operative Behandlungsmöglichkeit bei Frozen Shoulder

Nur wenn konservative Therapiemaßnahmen und die medikamentöse Behandlung nicht den gewünschten Erfolg erzielen oder die Symptome im Verlauf der Erkrankung an Intensität zunehmen, wird der behandelnde Arzt einen minimal-invasiven operativen Eingriff vorschlagen. In der Regel geschieht dies, wenn nach spätestens sechs Monaten der Behandlung keine deutliche Besserung eingetreten ist. Die meisten Chirurgen führen heute eine sogenannte arthroskopische Arthrolyse unter Vollnarkose durch, um die Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit der Schulter zu verbessern. Im Rahmen eines solchen Eingriffs wird die Gelenkkapsel vom Oberarmknochen gelöst und längs eingeschnitten. Dies erzielt eine Lösung der Verklebungen und damit verbunden eine Verkürzung des Krankheitsverlaufs. Damit die Operation den gewünschten Erfolg bringt, muss direkt im Anschluss eine physiotherapeutische Behandlung begonnen werden. Dadurch kann der Patient das neue Bewegungspotential langfristig erhalten und so weit ausbauen, dass die ursprüngliche Bewegungsfähigkeit nach und nach wiederhergestellt wird. Das physiotherapeutische Bewegungstraining nach einer Operation der Frozen Shoulder erfolgt mithilfe einer Motorschiene und unter Anwendung spezieller Schmerzkatheter.

6.4. Zellbiologische Regulationstherapie zur nachhaltigen Heilung einer Frozen Shoulder

Die zellbiologische Regulationstherapie, auch unter dem Begriff Matrixtherapie bekannt, ist ein hochmodernes und gänzlich schmerzloses Therapiekonzept, das sich als sanfte Alternative zur medikamentösen und operativen Behandlung der Frozen Shoulder erfolgreich bewährt. Sie hat zum Ziel, die geschädigten Zellen und das umgebende Gewebe von entzündlichen Stoffen zu befreien. Dazu kommen Geräte zum Einsatz, die eine biomechanische Stimulation bewirken und gestörte Eigenschwingungen der Muskulatur wieder normalisieren. Damit verbunden sind eine erhöhte Aktivität der Muskelfasern und Verbesserung der passiven Mikrozirkulation – also des Nährstoff- und Sauerstofftransports in der extrazellulären Matrix. Dadurch können natürliche Stoffwechselwechselprozesse im entzündlich veränderten Gewebe der Schultergelenkkapsel wieder in Gang kommen. Für eine optimale Wirkung sind mindestens sechs Behandlungssitzungen zu je dreißig Minuten notwendig.

6.5. Eine Schultersteife durch lokale Vibrationstherapie sanft verbessern

Eine ähnliche Wirkung entfaltet auch die lokale Vibrationstherapie mit NOVAFON Schallwellengeräten. Diese erzeugen Vibrationen, die mehrere Zentimeter tief in das entzündete Gewebe dringen und dort durch Stimulation gestörte Stoffwechselprozesse wiederherstellen. Die Schwingungen erhöhen den Blutfluss, wodurch unterversorgten Zellen wieder ausreichende Mengen an Nährstoffen und Sauerstoff zugeführt werden. Gleichzeitig bedeuten die Stimulation und verbesserte Durchblutung, dass Entzündungssekrete aus dem veränderten extrazellulären Gewebe transportiert und schließlich ausgeschieden werden können. Im Gegensatz zur zellbiologischen Regulationstherapie kann die lokale Vibrationstherapie zusätzlich zu den physiotherapeutischen Behandlungen auch von den Patienten im häuslichen Alltag selbst durchgeführt werden. NOVAFON Schallwellengeräte kommen in verschiedenen Alltagssituationen zum Einsatz, um ihre schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung zu entfalten. Schon einige Minuten täglich reichen aus, um den Krankheitsverlauf einer Frozen Shoulder gänzlich ohne medikamentöse Behandlung positiv zu beeinflussen und die Heilung des geschädigten Gewebes zu beschleunigen.

7. Was können Betroffene selbst tun?

Von einer Frozen Shoulder betroffene Menschen können durch einfache Maßnahmen wesentlich zu einem schnellen Heilungserfolg beitragen. Besonders dann, wenn sanfte und ganzheitliche Therapiemaßnahmen zur Anwendung kommen, sind eine konsequente Änderung der Lebensgewohnheiten und regelmäßig durchgeführten Übungen von großer Bedeutung. Diese Maßnahmen unterstützen die Wiederherstellung natürlicher Stoffwechselvorgänge in den Zellen, um die Reparaturmechanismen im geschädigten Gewebe aktiv anzuregen.

7.1. Effektive Übungen gegen Frozen Shoulder

Wer durch sanfte Übungen im Alltag immer wieder für Bewegung der erkrankten Schulter sorgt, verbessert die Beweglichkeit dieses Körperbereichs in hohem Maße. Dabei ist es wichtig, alle trotz der Erkrankung noch möglichen Winkel der Gelenkbewegung optimal auszunutzen und dadurch die Durchblutung der Gelenkkapsel zu fördern. Der Schmerzimpuls dient als wichtiger Anhaltspunkt, um den Dehnungseffekt gezielt zu steuern. Gleichzeitig sollten auch die Verklebungen in den Zellzwischenräumen im Bindegewebe gelöst werden. Dies wird am besten durch Druckmassagen erzielt, die den Stoffwechsel in den Faszien verbessern.

Um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen und das Auftauen zu unterstützen, hat sich eine Übung bewährt, die die verkürzten Muskelfasern und Faszien im Bereich des Schultergelenks wieder in die Länge zieht und gestörte Stoffwechselprozesse wieder in Gang bringt. Legen Sie sich dazu auf den Bauch und den Arm der betroffenen Seite nach individuellem Schmerzempfinden nach außen. In der akuten Schmerzphase ist es oft nur möglich, den Arm entlang des Körpers am Boden abzulegen. Mit dem Arm der anderen Seite drücken Sie Ihren Körper in die Höhe und langsam in die Dehnung der erkrankten Schulter hinein. Diese sollte während der gesamten Übung immer am Boden aufliegen. Wenn das Schmerzempfinden es zulässt und der Arm etwas weiter nach außen gestreckt werden kann, bewegen Sie auch das Bein der anderen Seite in die Dehnung. Wie flach Ihr Körper während der Übung auf dem Boden bleibt, entscheiden Sie selbst anhand der individuellen Schmerzen. Dabei sollten Sie immer darauf achten, dass die Schmerzen zwar durchaus heftig, jedoch nicht unerträglich sein dürfen. Wiederholen Sie diese Übung einige Male und führen Sie sie idealerweise morgens und abends durch.

Die entzündungslindernde Wirkung dieser effektiven Übung wird durch einfache Druckmassagen für die verklebten Faszien, also das entzündete Bindegewebe um die Gelenkkapsel, unterstützt und verstärkt. Diese können als Rollmassagen mit einer Faszienkugel oder einem nicht zu harten Kunststoffball ausgeführt werden. Um die Selbstheilung im erkrankten Bindegewebe anzuregen, sollten die Rollmassagen auf der Vorder- und Hinterseite der betroffenen Schulter zur Anwendung kommen. Auf der Vorderseite rollen Sie die kleine Kugel oder den Ball in spiralförmigen und langsamen Bewegungen unter möglichst hohem Druck in die unter dem Schlüsselbein gelegene Kuhle hinein. Suchen Sie jene Stelle, die bei Druckeinwirkung am stärksten mit Schmerzen reagiert und rollen Sie dort langsam und wiederholt ab. Die Hinterseite einer Frozen Shoulder können Sie gezielt aktivieren, indem Sie eine etwas größere Kugel zwischen Ihr Schulterblatt und eine Wand klemmen. Suchen Sie durch das langsame Rollen der Kugel wieder die druckempfindlichste Stelle und massieren Sie diese einige Minuten lang mit langsamen Bewegungen. Diese Rollmassagen sollten Sie mehrmals täglich durchführen, um eine nachhaltige Lösung der Verklebungen zu erzielen.

7.2. Schultersteife mit der richtigen Ernährung entgegenwirken

Dauerhaft ungünstige und einseitige Ernährungsgewohnheiten sind an der Entwicklung von Stoffwechselerkrankungen maßgeblich beteiligt. Da diese die Entstehung einer Frozen Shoulder begünstigen, spielt in der ganzheitlichen und sanften Therapie einer Schultersteife auch eine konsequente Ernährungsumstellung eine wesentliche Rolle. Dabei ist in erster Linie darauf zu achten, welche Lebensmittel ein entzündungsförderndes oder entzündungshemmendes Potential besitzen. Tierische Erzeugnisse, vor allem Fleisch und Wurstwaren, aber auch Eier und Milchprodukte, enthalten Arachidonsäure. Diese wird im Körper zu Enzymen verstoffwechselt, die Entzündungen begünstigen. Omega-3-Fettsäuren hingegen sind in der Lage, entzündliche Prozesse zu stoppen. Diese wertvollen Nährstoffe sind in hochwertigen kaltgepressten Pflanzenölen, Nüssen und Samen sowie fettem Seefisch aus Wildfang in hohen Mengen enthalten. Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Speiseplan überwiegend pflanzliche Lebensmittel enthalten sollte. Diese wirken aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes im Körper basisch, das heißt, sie unterstützen dessen Entsäuerung. Besonders zu empfehlen sind neben Obst und Gemüse auch Trockenfrüchte, Vollkorn- und Pseudogetreidesorten sowie Hülsenfrüchte. In der akuten Schmerzphase kann die tägliche Einnahme von zwei Esslöffeln Apfelessig in einem Glas Wasser die Entsäuerung und Ausscheidung von entzündungsfördernden Stoffen zusätzlich anregen. Gleichzeitig entfaltet Apfelessig auch eine effektive schmerzlindernde Wirkung.

8. Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Frozen Shoulder?

Frozen Shoulder ist die geläufige Bezeichnung für die Schultersteife, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergeht.

Wodurch wird eine Schultersteife verursacht?

Die genauen Auslöser nicht nicht gänzlich erforscht. Wissenschaftler vermuten, dass Stoffwechselerkrankungen, vor allem Diabetes, sowie hormonelle Störungen und genetische Faktoren die Erkrankung begünstigen.

Welche Symptome sind typisch für eine Schultersteife?

Im ersten Stadium äußerst sich die Krankheit in Ruheschmerzen, die vor allem nachts auftreten. Später gehen die Schmerzen zurück, während sich eine zunehmende Steifigkeit der Schulter bemerkbar macht.

Wie wird die Frozen Shoulder behandelt?

Die Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika und Kortison-Injektionen stehen in der schulmedizinischen Behandlung im Vordergrund. Gleichzeitig wird der Orthopäde eine konservative Physiotherapie mit Krankengymnastik und Bewegungstraining verordnen, um die Muskulatur der betroffenen Körperregion gezielt zu mobilisieren. Bleibt der Behandlungserfolg aus, kommen operative Maßnahmen zum Einsatz.

Welche sanften Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung?

In der Physiotherapie gewinnen die zellbiologische Regulationstherapie und die lokale Vibrationstherapie als ganzheitliche und nebenwirkungsfreie Behandlungskonzepte immer mehr an Bedeutung.

Welche Maßnahmen sind für Patienten empfehlenswert?

Dehnungsübungen und Faszien-Druckmassagen lösen die Verklebungen und unterstützen die Reparaturmechanismen im geschädigten Gewebe. Damit die Zellen sich optimal regenerieren können, sind Umstellungen der Ernährung zugunsten einer umfassenden Entsäuerung des Organismus von großer Bedeutung.

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Die Arthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung, die mit dem Verlust von Knorpelgewebe einhergeht. Unbehandelt verursacht sie neben starken Schmerzen auch zunehmende Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit. Eine frühzeitige Behandlung kann das Fortschreiten dieser Erkrankung verhindern.

Wie Sie diesen Artikel lesen:

Sie leiden unter Arthrose und möchten sich über die Grundlagen Ihrer Erkrankung sowie wirksame Behandlungsmöglichkeiten informieren?

– Lesen Sie in den Kapiteln 2 bis 4 alles Wissenswerte über Ursachen, Risikofaktoren, Verlauf und Diagnose.

– Kapitel 5 enthält wichtige Informationen über konservative und ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten.

– Erfahren Sie in den Kapiteln 6 und 7, was Sie selbst tun können, um den Verlauf der Erkrankung zu verzögern und den Erfolg der Behandlung gezielt zu unterstützen.

Sie suchen nach fundierten Informationen über moderne Therapieoptionen und ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten, um das Leiden Ihrer Patienten zu lindern und den Verlauf der Erkrankung zu verzögern?

– Kapitel 6 fasst alle konservativen und bewährten alternativen Behandlungsmaßnahmen übersichtlich zusammen.

– Lesen Sie in den Kapiteln 7 und 8, was Sie Ihren Patienten raten sollten, damit diese den Behandlungserfolg ihrerseits aktiv unterstützen.

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Die Arthrose – Häufigste Gelenkerkrankung weltweit

2. Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren

2.1. Organische Ursachen der Arthrose

2.2. Auslöser der primären und sekundären Arthrose

3. Symptome und Verlauf der Arthrose

4. Formen der Arthrose und deren spezifische Symptome

5. Diagnose der Arthrose

6. Behandlung und Therapiemöglichkeiten

6.1. Medikamentöse Behandlung

6.2. Physiotherapeutische Behandlungsmethoden

6.2.1. Die positive Wirkung von Wärme, Kälte und Strom

6.2.2. Die Lokale Vibrationstherapie bei Arthrose

6.3. Orthopädische Hilfsmittel für Arthrose-Patienten

6.4. Operative Behandlung der Arthrose

7. Auswirkung der Ernährung auf das Krankheitsgeschehen

7.1. Basenüberschüssige Ernährung zum Schutz der Gelenke

7.2. Durch Gewichtsreduktion Krankheitsverlauf positiv beeinflussen

7.3. Die wichtigsten Nährstoffe für gesunde Gelenke auf einen Blick

8. Bewegung als wichtige Maßnahme gegen das Fortschreiten der Arthrose

9. Häufig gestellte Fragen

 

1. Die Arthrose – Häufigste Gelenkerkrankung weltweit

Die Arthrose, auch unter den Begriffen “Osteoarthrose” und “Gelenkverschleiß” bekannt, gilt weltweit als die häufigste Erkrankung der Gelenke. Sie betrifft vor allem Menschen ab dem fünften Lebensjahrzehnt, kann aber auch in jüngeren Lebensjahren auftreten. Ab einem Alter von über 65 Jahren sind rund 90 Prozent aller Menschen von einer oder mehreren Formen der Arthrose betroffen. Bereits im vierten Lebensjahrzehnt entwickelt fast ein Viertel aller Menschen in den westlichen Industrienationen erste Symptome, die auf einen schleichenden Gelenkverschleiß hindeuten. In den meisten Fällen treten die ersten Beschwerden jedoch im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf.

Im Folgenden wird eine Statistik von der Anzahl der Hauptdiagnosen von Polyarthritis und Arthrose in deutschen Krankenhäusern nach Altersgruppe im Jahr 2016 aufgezeigt.

Häufig wird die Arthrose fälschlicherweise mit der (rheumatoiden) Arthritis verwechselt. Während es sich dabei jedoch eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung handelt, wird die Arthrose den degenerativen, also verschleißbedingten Krankheiten, zugeordnet. Allerdings können in den betroffenen Gelenken aufgrund des mit einer Arthrose verbundenen Knorpelverschleißes wiederholt Begleitentzündungen auftreten, die Schmerzen und Schwellungen verursachen.

2. Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren

Grundsätzlich ist ein gewisser Verschleiß der Gelenke mit zunehmendem Alter durchaus normal. Bei einer Arthrose geht dieser jedoch über das altersübliche Maß hinaus und führt zu einem fortschreitenden Verlust von Knorpelsubstanz. Die Knorpelmasse ist wie die knöchernen Gelenkflächen, die Gelenkkapsel, Gelenkmembran und die mit der Gelenkflüssigkeit gefüllten Bestandteile an einer reibungslosen und schmerzfreien Bewegung maßgeblich beteiligt. Kommt es in einem dieser Teile zu degenerativen Prozessen, hat dies direkte negative Auswirkungen auf die Funktionsweise des gesamten Gelenks.

2.1. Organische Ursachen der Arthrose

Die genauen organischen Ursachen der degenerativen Prozesse in der Knorpelsubstanz sind bis heute nicht eindeutig erforscht. Vermutet wird ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die mechanischer und biologischer Natur sind. Dem Knorpelverschleiß liegt eine wissenschaftlich noch nicht ausreichend erklärbare Stoffwechselstörung des empfindlichen Gleichgewichts zwischen Aufbau und Abbau von Knorpelmasse zugrunde. Diese Störung führt allmählich zu Schädigungen und Veränderungen des Knorpelgewebes. Dessen Struktur wird zunehmend weicher, dünner und anfälliger für Risse.

Die Gewebeveränderung setzt eine Kettenreaktion in Gang. Der Verlust von schützendem Knorpelgewebe hat das Freiliegen von Knochenmaterial an verschiedenen Stellen des Gelenks zur Folge. Die Gelenkinnenhaut reagiert darauf mit einer Entzündung, die je nach Stadium der Arthrose mit starken Schmerzen, Schwellung des betroffenen Bereiches sowie allmählichen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit des Gelenks verbunden ist.

2.2. Auslöser der primären und sekundären Arthrose

Abhängig von den Auslösern und begünstigenden Faktoren unterscheiden Wissenschaftler zwischen zwei Formen der Erkrankung.

Die primäre oder idiopathische Arthrose lässt keine definierbaren Ursachen oder Auslöser erkennen. Diese Form gilt als typische Alterserscheinung, der eine natürliche Degeneration von Gewebe zugrunde liegt. Die Symptome der primären Arthrose treten meist ab einem Alter von etwa fünfzig Jahren erstmals auf.

Die sekundäre Arthrose kann sich auch in jüngerem Lebensalter manifestieren und ist die direkte Folge verschiedener bekannter Auslöser. In den meisten Fällen hängen diese mit einem ungünstigen Lebensstil und einer einseitigen Ernährung zusammen. Menschen mit Übergewicht sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, an Arthrose zu erkranken. Übermäßiges Körpergewicht bedeutet für den gesamten Bewegungsapparat, besonders jedoch für die Gelenke im Knie- und Hüftbereich, eine erhebliche Überbelastung. Auch Stoffwechselerkrankungen, die sich in erster Linie durch eine langfristige Fehlernährung entwickeln, sind als Risikofaktoren und häufige Ursachen der sekundären Arthrose bedeutsam. Auffallend ist, dass viele Menschen mit Diabetes mellitus, Rheuma oder Gicht gleichzeitig auch an Arthrose leiden.

Die Gesundheit des gesamten Bewegungsapparats beeinflusst maßgeblich, ob ein Mensch an einer Sekundärarthrose erkrankt oder nicht. Langfristige Fehlhaltungen, orthopädische Beschwerden und körperliche Überbelastungen, die beim Ausführen verschiedener beruflicher Tätigkeiten unvermeidbar sind, sind wie falsche Ernährungsgewohnheiten häufige Auslöser von Gelenkverschleiß. Wer berufsbedingt häufig kniet, täglich stundenlang stehen, sich bücken und/oder schwere Lasten heben und bewegen muss, trägt ein hohes Arthrose-Risiko in sich. Auch Hobby- und Berufssportler, die ihre Gelenke durch einseitige Bewegungsmuster oder unnatürliche Körperhaltungen beim Training belasten, entwickeln häufig eine Arthrose. Ebenso ist es möglich, dass mangelnde Bewegung an der Entstehung der Erkrankung ursächlich beteiligt ist. Vor allem Menschen, die durch ihre Bürotätigkeiten täglich stundenlang sitzen und in ihrer Freizeit körperlich wenig aktiv sind, sind von Arthrose betroffen. In den Füßen kann sich eine Arthrose entwickeln, wenn über viele Jahre hinweg schlecht sitzendes Schuhwerk oder Pumps mit hohen Absätzen getragen wurden.

Gelenkverschleiß kann auch als Begleiterscheinung oder Folge von verletzungs- beziehungsweise unfallbedingten Schädigungen von Knochensubstanz auftreten. Insbesondere nach Knochenbrüchen, die schlecht verheilt sind, manifestiert sich oft noch Jahre oder sogar Jahrzehnte später an der betroffenen Stelle ein Gelenkverschleiß.

3. Symptome und Verlauf der Arthrose

Das Krankheitsbild der Arthrose kennt viele Gesichter und ist mit vielfältigen Beschwerden verbunden, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Schmerzen und Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit stehen im Vordergrund. Die Ausprägung und Intensität der Symptome richten sich daran, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Je nach Verlauf macht sich der Gelenkverschleiß durch unterschiedliche Beschwerden bemerkbar, die kontinuierlich zunehmen.

Nach der Outerbridge-Klassifikation wird der Verlauf der Arthrose in vier Stadien unterteilt:

– Stadium I ist von einer Erweichung der Knorpelsubstanz gekennzeichnet, deren Oberfläche ist jedoch noch intakt. In dieser Frühphase stellen die Betroffenen keinerlei Anzeichen fest. Die Veränderungen im Knorpelgewebe sind lediglich auf einem Röntgenbild sichtbar, die Erkrankung ist klinisch sonst unauffällig.

– Stadium II geht mit einem oberflächlichen, von Einrissen gekennzeichneten Knorpelschaden einher. Dieser macht sich allmählich durch erste Symptome bemerkbar. Ab dem zweiten Stadium wird die Erkrankung als “aktivierte Arthrose” bezeichnet. Steife- und Spannungsgefühle, Knackgeräusche bei Bewegung des betroffenen Gelenks, Anlaufschmerzen nach Ruhe und zu Beginn jeder Bewegung sowie leichte Belastungsschmerzen sind erste deutliche Hinweise für eine Arthrose. Viele Patienten klagen in dieser Phase auch über Wetterfühligkeit.

– In Stadium III sind die Schädigungen tiefergreifend. Durch die fortschreitende Zerstörung des Knorpelgewebe bedingen abgestorbene Zellen eine Entzündungsreaktion in der Gelenkinnenhaut. Diese wird als reaktive Synovitis bezeichnet und geht mit Schwellungen, starken Schmerzen, Überwärmung und Rötung der betroffenen Bereiche einher. Phasen mit großen Schmerzen werden von schmerzarmen Perioden abgelöst. Bei ausbleibender Behandlung geht die Entzündung auf den gesamten Gelenkapparat über. Dies ist mit intensiven Dauerschmerzen verbunden, die auch in Ruheposition des betroffenen Gelenks bestehen bleiben. Als Folge der zunehmenden Instabilität des Gelenks leiden die Betroffenen unter erheblichen Bewegungseinschränkungen.

– In Stadium IV verschwindet die schützende Knorpelsubstanz gänzlich, sie ist bis zu den Knochenflächen abgenutzt. Das Spätstadium wird von Medizinern daher als “Knorpelglatze” bezeichnet. Dieser Prozess begünstigt im betroffenen Gelenk Veränderungen von Knochenmaterial, die zu Verformungen führen. Ärzte sprechen in solchen Fällen von einer Arthrosis deformans. Die Patienten nehmen durch die deutlich eingeschränkte Mobilität und die stark ausgeprägten Dauerschmerzen Schonhaltungen ein, die zu Muskelverkürzungen führen und die Funktion des gesamten Bewegungsapparats beeinträchtigen.

4. Formen der Arthrose und deren spezifische Symptome

Die degenerativen Prozesse, die der Arthrose zugrunde liegen, können theoretisch in jedem Gelenk auftreten. Allerdings sind vor allem jene Gelenke betroffen, die durch alltägliche Tätigkeiten oder das Tragen des gesamten Körpergewichts besonders belastet werden. Mediziner unterscheiden je nach Lokalisation des Gelenkverschleißes mehrere Arten der Erkrankung:

– Die Hand- und Fingerarthrose zeigt sich besonders häufig im Daumensattelgelenk, im Handgelenk und in Mittel- und Endgelenken der Finger. Diese Form der Erkrankung betrifft vor allem Frauen nach der Menopause. Die Patienten leiden nicht nur unter morgendlicher Steifigkeit und Schmerzen in den Fingern, sondern oft auch unter Kälteempfindlichkeit. Neben hormonellen Einflüssen dürften erbliche Faktoren eine Rolle spielen, da Häufungen in Familien zu beobachten sind. Im Spätstadium treten aufgrund der knöchernen Verdickungen seitlich der Fingergelenke die charakteristischen Achsabweichungen der Finger auf.

– Ist das Hüftgelenk betroffen, sprechen Mediziner von der sogenannten Coxarthrose. Bei dieser Form der Erkrankung kommt es zur Zerstörung von Knorpelgewebe im Bereich von Hüftpfanne oder Hüftkopf. Charakteristisch für diese Form sind kontinuierlich zunehmende Schmerzen im Bereich der Leiste sowie ein Schweregefühl in den Beinen.

– Liegt eine sogenannte Omarthrose vor, zeigt sich die Zerstörung von Knorpelsubstanz im Schultergelenk. Diese Form der Erkrankung äußert sich in starken Schmerzen beim Anheben des Armes der betroffenen Körperhälfte. Dies ist mit erheblichen Einschränkung der Beweglichkeit verbunden. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium können alltägliche Tätigkeiten aufgrund der Schmerzen und Steifheit des Schultergelenks kaum mehr ausgeführt werden.

– Bei Menschen, die unter der Gonarthrose leiden, finden die degenerativen Prozesse im Kniegelenk statt. Diese haben direkte negative Auswirkungen auf viele Körperbewegungen, denn jede Belastung des Knies löst heftige Druckschmerzen aus. Insbesondere beim Treppensteigen leiden die Betroffenen unter starken Schmerzen.

– Im Sprunggelenk macht sich die Arthrose durch Schwellungen und Belastungsschmerzen bemerkbar. Die Patienten sind nur noch eingeschränkt in der Lage, den Fuß abzurollen.

– Auch in den Wirbelgelenken kann sich eine Arthrose entwickeln. Typisch für diese Ausprägung der Erkrankung ist das von den Jahreszeiten abhängige Auftreten der Schmerzen.

Es ist möglich, dass gleichzeitig Gelenke in verschiedenen Körperregionen betroffen sind. In solchen Fällen liegt eine sogenannte Polyarthrose vor. Geschieht der Gewebeabbau nur in einem Gelenk, sprechen Mediziner von der Monarthrose.

5. Diagnose der Arthrose

Um die richtige Behandlung einleiten zu können, muss der Arzt genau beurteilen, ob es sich um eine Arthrose oder eine rheumatoide Arthritis, die mit ähnlichen Symptomen einhergeht, handelt. Bildgebende Diagnoseverfahren wie Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) geben Aufschluss über die Art der Gewebeveränderungen in den Gelenken sowie das Stadium, in dem sich die Erkrankung befindet. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, wird in jedem Fall individuell entschieden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im fortgeschrittenen Stadium durch Analysen von Blut, Urin oder Gelenkflüssigkeit detaillierte Informationen über die Entzündungsprozesse zu erhalten, um diese gezielt zu behandeln.

6. Behandlung und Therapiemöglichkeiten

Die Arthrose gilt als nicht-heilbare Erkrankung, da der Verlust von Knorpelmasse nicht rückgängig gemacht werden kann. Die konservative Behandlung zielt daher darauf an, die Beweglichkeit der Gelenke so gut möglich zu erhalten und den Krankheitsverlauf zu verzögern. Gleichzeitig nimmt auch die symptomatische Behandlung der Arthrose einen wichtigen Stellenwert ein.

6.1. Medikamentöse Behandlung

Um die Beschwerden für die Betroffenen erträglich zu machen, kommen in der Schulmedizin verschiedenen Arzneistoffe mit entzündungshemmender und schmerzlindernder Wirkung zur Anwendung. Präparate erster Wahl, die oral verabreicht werden, sind nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Auch Salben mit Diclofenac entfalten eine schmerzdämpfende Wirkung. Bei schwerer Ausprägung stehen Cortisoninjektionen zur Verfügung. Aufgrund der starken Nebenwirkungen von Cortison dürfen diese allerdings nur zeitlich begrenzt zum Einsatz kommen. Als intraartikuläre Therapieform zeigt das Injizieren von Hyaluronsäure direkt in das erkrankte Gelenk in vielen Fällen eine positive Wirkung auf die Beschaffenheit der Knorpelsubstanz. Auch der Wirkstoff Glucosaminsulfat wird erfolgreich eingesetzt, um Stoffwechsel- und Regenerationsprozesse im geschädigten Knorpelgewebe zu fördern.

6.2. Physio- und ergotherapeutische Behandlungsmethoden

In der Ergotherapie kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz, um die Bewegungsfähigkeit der Patienten zu verbessern und die Schmerzen nachhaltig zu lindern. Die  Ergo- oder Physiotherapie zielt zudem darauf ab, durch Schonhaltungen verursachtem Muskelschwund entgegenzuwirken. Der Krankengymnastik sowie von den Patienten auch zuhause konsequent durchgeführten Übungen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Auch manuelle Therapieformen sind ein wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung, da sie Störungen in den Muskeln, Gelenken und Nervenverbindungen beheben können.

6.2.1. DIE POSITIVE WIRKUNG VON WÄRME, KÄLTE UND STROM

Viele Physiotherapeuten setzen unterstützend verschiedene physikalische Therapiemaßnahmen als sanfte, nebenwirkungsfreie und ganzheitliche Alternativen zur langfristigen Einnahme von Schmerzmitteln ein. Wärme- und Kälteanwendungen sowie durch Reizstrom erzeugte Impulse entfalten eine äußerst positive Wirkung auf die Durchblutung des geschädigten Gewebes. Bei akuten Schmerzen sind vor allem Kältebehandlungen mit Eisluft, Kompressen oder Umschläge mit Tonerde empfehlenswert, denn sie wirken abschwellend und reduzieren Schmerzen und Entzündungen. Wärmeanwendungen hingegen sind sinnvoll, um das Wohlbefinden zu verbessern und die verspannte Muskulatur zu stärken und zu lockern. Reizstrom wird ebenfalls erfolgreich eingesetzt, um die Schmerzen zu reduzieren und den Blutfluss zu den geschädigten Knorpeln zu erhöhen.

6.2.2. DIE LOKALE VIBRATIONSTHERAPIE BEI ARTHROSE

Auch Vibrationen, die mithilfe von Schallwellengeräten direkt in das geschädigte und entzündete Gewebe dringen, beeinflussen das Schmerzempfinden auf positive Weise. Viele Schmerztherapeuten nutzen NOVAFON Schallwellengeräte nicht nur während der Therapiesitzungen, sondern raten ihren Patienten insbesondere, diese zuhause gezielt einzusetzen. Durch eine tägliche Anwendung kann der Schmerz besser in den Griff bekommen werden. Die handlichen Schallwellengeräte erzeugen Vibrationen, die gezielt und lokal in der Region der erkrankten Knorpelsubstanz wirken. Die Vibrationen überlagern den Schmerz, der durch die Arthrose ausgelöst wird, da vom Gehirn nur noch der Vibrationsreiz wahrgenommen wird. Diese Reizüberlagerung dauert oft über die Behandlung hinaus an (Gate-Control-Theorie). Gleichzeitig entfaltet die Lokale Vibrationstherapie auch eine mobilisierende Wirkung, die die Steifigkeit der Gelenke reduziert. Da die Vibrationensreize Schmerzen überlagern und dadurch lindern, sind NOVAFON Schallwellengeräte auch für Arthrose-Betroffene sinnvoll, die eine langfristige Einnahme von Schmerzmitteln vermeiden möchten.

6.3. Orthopädische Hilfsmittel für Arthrose-Patienten

In vielen Fällen ist es sinnvoll, wenn die Behandlung von einer orthopädischen Betreuung unterstützt wird. Der behandelnde Orthopäde kann abhängig vom betroffenen Gelenk den Einsatz verschiedener Hilfsmittel vorschlagen, die den Alltag der Patienten erheblich erleichtern. Dazu gehören Gehhilfen, Orthesen sowie Bandagen und Fingerschienen. Ist das Sprunggelenk erkrankt, bieten sich neben Fersenkeilen auch Pufferabsätze an, die durch eine integrierte Rampe das Abrollen der Sohle erleichtern.

6.4. Operative Behandlung der Arthrose

Erst wenn die genannten Behandlungsansätze nicht den gewünschten Erfolg erzielen, kann ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Im Rahmen einer Arthrose-Operation können an verschiedenen Gelenken Knorpelglättungen und Abtragungen von knöchernen Neubildungen vorgenommen werden. Bei einer fortgeschrittenen Gonarthrose haben sich Umstellungsoperationen zur Achsenkorrektur erfolgreich bewährt. Ist das Daumensattelgelenk betroffen, kann der Arzt eine sogenannte Arthroplastik vorschlagen, durch die defektes Knorpelgewebe entfernt wird. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose von Fingerendgelenken ist in manchen Fällen eine chirurgische Versteifung, eine sogenannte Arthrodese, angezeigt. Ist die Beweglichkeit stark eingeschränkt, ist eine Endoprothese, das heißt ein künstliches Gelenk, oft die letzte Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensqualität.

7. Auswirkung der Ernährung auf das Krankheitsgeschehen

Die Art der Ernährung spielt eine wesentliche Rolle in der Vorbeugung der Arthrose und kann den Verlauf der Erkrankung äußerst positiv beeinflussen. Viele ganzheitliche Mediziner und Heilpraktiker sprechen sich sogar dafür aus, dass sich die Arthrose als mögliche Folge einer langfristig einseitigen Ernährung entwickelt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Ernährungsgewohnheiten auf mehreren Ebenen einen direkten Einfluss auf die Gesundheit der Gelenke nehmen.

7.1. Basenüberschüssige Ernährung zum Schutz der Gelenke

Der Organismus kann seine volle Funktionsfähigkeit nur in einem leicht basischen Milieu erhalten. Als Nebenprodukte der Verdauung von tierischen Fetten, Zucker und Weißmehl entstehen hohe Mengen an Säuren. Um einen Überschuss dieser zellschädigenden Säuren auszugleichen, muss der Körper basisch wirkende Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium einsetzen, die vor allem im Bewegungsapparat eingelagert sind. Dies verursacht auf Dauer einen Nährstoffmangel im Gewebe, der unter anderem auch den Neuaufbau gesunder Knorpelmasse erschwert. Gleichzeitig werden die überschüssigen Säuren, die der Organismus aufgrund der einseitigen Ernährung irgendwann nicht mehr neutralisieren kann, in den Zellen eingelagert und verursachen dort Entzündungsprozesse.

7.2. Durch Gewichtsreduktion Krankheitsverlauf positiv beeinflussen

Auch Übergewicht übt einen äußerst negativen Einfluss auf die Gelenke aus. Diese werden durch das hohe Gewicht mechanisch überbelastet, was deren Verschleiß beschleunigt. Auch die Wirkung der Fettzellen spielt eine wichtige Rolle im Krankheitsgeschehen, da diese Botenstoffe abgeben, die schmerzhafte Entzündungen auslösen und vorantreiben. Eine konsequente Gewichtsreduktion gilt daher als wichtigste Maßnahme, um den Therapieerfolg zu unterstützen und den Verlauf der Arthrose positiv zu beeinflussen. Dies bedeutet in erster Linie, kalorienreduziert zu essen und auf eine basenüberschüssige Ernährung zu achten. Auf tierische Fette, auch jene in Milchprodukten, sollten Arthrose-Patienten weitgehend verzichten. Auch Zucker, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und Fertigbackwaren werden idealerweise gänzlich vom Speiseplan gestrichen. Diese Nahrungsmittel sollten durch nährstoffreiche und komplexe Kohlenhydrate ersetzt werden. Besonders empfehlenswert bei Arthrose sind Vollwertgetreideprodukte, Naturreis, Pseudogetreide wie Amaranth oder Quinoa sowie Kartoffeln. Hirse wird vom Körper besonders stark basisch verstoffwechselt. Sie ist daher eine wichtige und darüber hinaus vielseitig einsetzbare Zutat einer Vollwertküche, die der Gesundheit der Gelenke zugutekommt.

7.3. Die wichtigsten Nährstoffe für gesunde Gelenke auf einen Blick

– Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin C ist unentbehrlich, um die Erkrankung aufzuhalten. Dieser Nährstoff ist an der Kollagensynthese und damit am Aufbau von Knorpelmasse maßgeblich beteiligt. Da er hitzeempfindlich ist, kann er dem Körper nur durch den täglichen Verzehr mehrerer Portionen Obst- und Gemüserohkost zugeführt werden. Hervorragende Quellen sind neben Kiwis, Paprikaschoten und Beeren vor allem Sanddorn, Petersilie und Hagebutten. In unterschiedlicher Konzentration ist Vitamin C jedoch in allen Obst-, Gemüse- und Blattgemüsesorten enthalten.